Taktplanung: Zielerreichung in der Fertigung

Abhängigkeiten von Arbeitsvorgängen zueinander sowie die Integration weiterer Verantwortlicher werden oftmals unzureichend betrachtet. Mit der Intelligenz der Vielen und einem Assistenzsystem erreichen Sie Ihre Ziele in der Fertigung.

  1. Taktplanung
  2. Taktplanung: Zielerreichung in der Fertigung

Um die Ziele in der Fertigung – hohe Qualität, geringe Kosten, ergonomische Arbeitsbedingungen, geringe Investitionen und Personalkosten – erreichen zu können, wird die Fertigung in Teilaufgaben organisiert. Diese Teilung erfolgt durch die Zerlegung der Gesamtarbeitszeit in Takte. Trotz dieser Vereinfachung werden auf der einen Seite die Abhängigkeiten der Arbeitsvorgänge zueinander sowie die Integration weiterer Verantwortlicher (Logistikdienstleister, Entwickler, Qualitätssicherung) unzureichend betrachtet. Auf der anderen Seite benötigt das Erstellen und das Einordnen der Arbeitsvorgänge in vorgegebene Takte viel Zeit und manuellen Aufwand.  

Der Prozessplaner muss somit die örtlichen Gegebenheiten, wie räumliche Aufteilung, Layout der Fertigung, bestehende Arbeitsstationen, Grad der Automatisierung, Laufwege und Logistikrouten, kennen. Generell müssen folgende Restriktionen beachtet werden:

  • Bestimmte Arbeitsvorgänge können nur auf bestimmten Arbeitsplätzen erfolgen
  • Arbeitsvorgänge können/müssen parallel erfolgen
  • Arbeitsvorgänge dürfen nicht parallel erfolgen
  • Erreichbarkeit der Einbaustelle
  • Vorgaben der Produktplanung
  • Arbeitsvorgänge bedingen andere (Vorgänger-Nachfolger-Beziehung).

Weiterhin gibt es bei einer Eintaktung einzuhaltende Vorgaben:

  • Nutzbare Arbeitsplätze
  • Minimale Anzahl der Arbeitsplätze
  • Bauraumfokussiertes Arbeiten
  • Beachtung und Einhaltung der vorgegebenen Taktzeit
  • Bestmögliche Auslastung der Arbeitsplätze innerhalb eines Takts
  • Werkerdichte pro Arbeitsplatz
  • Vermeidung der Aufteilung eines Arbeitsvorgangs auf mehrere Arbeitsplätze und Takte.

Diese Restriktionen und Vorgaben müssen bei einer Taktung von mehreren tausend Arbeitsvorgängen pro Fahrzeugmodell eingehalten werden. Des Weiteren wird es immer nötig sein, neue Features, zusätzliche Ausstattungen und Weiterentwicklungen zu berücksichtigen. Aufgrund dieser Fülle an Information und Prozessen, Abhängigkeiten der Arbeitsvorgänge und vielschichtigen Vorgaben ist die Durchführung einer Taktung sehr komplex, nimmt viel Zeit in Anspruch und erfordert detaillierte Kenntnisse zum Produkt und zum Prozess.

Die „Intelligenz der Vielen“ zu Nutzen machen

Diese Komplexität wird mit dem Assistenzsystem LinA für die Taktung von Arbeitsvorgängen auf Fertigungslinien beherrschbar gemacht und die benötigten Verantwortlichen werden eingebunden. Hierbei soll von der „Intelligenz der Vielen“ Gebrauch gemacht und alle Verantwortlichen der einzuplanenden Arbeitsvorgänge in den Modellierungsprozess einbezogen werden. Somit kann die Planungszeit, die Zeit für das Takten, reduziert, der Zielerreichungsgrad des Planungsergebnisses erhöht und Unstimmigkeiten frühzeitig im Planungsprozess aufgezeigt werden. Die Zeit für das Takten wird durch den Einsatz des Assistenzsystem erheblich verkürzt, auf Änderungen der Arbeitsvorgänge kann adäquat reagiert werden. Das Ergebnis der Eintaktung wird hinsichtlich vorgegebener Ziele in der Fertigung deutlich verbessert, d.h. es können Kosten reduziert, Planungszeiten verkürzt und die Qualität erhöht werden.

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Manuelle Planung von Arbeitsplätzen und Arbeitsvorgängen erfordert viel Zeit.


Zusammenarbeiten von neuen und bestehenden Modellen

Der aktuelle Prozess der Taktung von neuen Modellen basiert oftmals auf bereits getakteten Fertigungsabschnitten und Arbeitsstationen bestehender Modelle. Die zu Grunde liegenden Zeiten der Arbeitsvorgänge werden mit denen des neuen Modells ersetzt, die Vorgänge anschließend auf die Takte aufgeteilt und verschoben. Es gibt eine bestehende Lösung des Taktungs-Problems, welche mittels Verschiebung von Arbeitsvorgängen nur angepasst wird. Aufgrund dieser Vorgehensweise ist der Planer bei der Bewältigung der Problemstellung im Lösungsraum begrenzt, benötigt dennoch einen längeren Zeitraum und das Durchführen einer freien Planung oder Initial-Planung ist nicht möglich. Mit dem Einsatz von LinA können losgelöste Planungen innerhalb eines akzeptablen Zeitraums angepasst werden. Alle Akteure werden gleichzeitig an den Planungen beteiligt, Änderungen können schnell und gezielt berücksichtigt und transparent nachvollzogen werden. Sie werden nicht nur durch die Planung der Prozesse und Verfahren, sondern auch durch das Assistenzsystem zielgerichtet unterstützt. Dieses Vorgehen folgt auch den Trends der Durchführung toolgestützter Planung und Nutzung einer Kollaborationsplattform.

Fazit

Abhängigkeiten von Arbeitsvorgängen zueinander sowie die Integration weiterer Verantwortlicher (Logistikdienstleister, Entwickler, Qualitätssicherung) werden oftmals unzureichend betrachtet. Das Erstellen und das Einordnen der Arbeitsvorgänge in vorgegebene Takte erfordern viel Zeit und manuellen Aufwand. Viele Restriktionen und Vorgaben sind einzuhalten. Deshalb soll von der „Intelligenz der Vielen“ Gebrauch gemacht und alle Verantwortlichen der einzuplanenden Arbeitsvorgänge in den Modellierungsprozess einbezogen werden. Um die Ziele in der Fertigung zu erreichen, wird diese Komplexität mit dem Assistenzsystem LinA für die Taktung von Arbeitsvorgängen auf Fertigungslinien beherrschbar gemacht und die benötigten Verantwortlichen werden eingebunden.  

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