Digitalisierung der Produktionsplanung am Beispiel Segeln

Man muss das Rad nicht immer neu erfinden. Aus anderen erfolgreichen Projekten lernen und mit der Erfolgs-Essenz die Digitalisierung der Produktionsplanung anzugehen ist bereits ein „Quick-Win“.

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Was lässt sich aus erfolgreich umgesetzten Digitalisierungsprojekten lernen und in der eigenen Produktionsplanung adaptieren?

Die Mission: Weltklasse Segel-Wettbewerbe gewinnen

Der America‘s Cup gilt als die Königsdisziplin im Segeln. Wer es schafft „die Kanne“ zu holen dem gebührt das Siegel des „Best in Class“.

Dieser Herausforderung stellte sich das Schweizer Team um die „Alinghi“ und hat es 2003 beim 31. America‘s Cup und 2007 beim 32. America‘s Cup sogar wiederholt geschafft.

Die Herausforderung

Wie schaffte es das Schweizer Team? Die Schweiz ist zwar bekannt für Berge, High-Tech, Präzision und Schokolade aber nicht unbedingt für seine (nicht vorhandenen) Hochsee-Gebiete. Auch gilt die Schweiz nicht unbedingt als Segel-Nation mit langer Tradition.

Quelle: alinghi.com

Die Aufgabe lag darin, Schwachpunkte der Teams der „großen“ Segel-Nationen herauszuarbeiten und durch neue digitale Technik und Teamwork einen entscheidenden Vorsprung zu gewinnen. Denn: Geld kann jeder investieren und alle Rennyachten werden bereits an den Grenzen der Segel-Physik konstruiert.

Quelle: alinghi.com

Die (digitale) Lösung

Ein neues digitales Kommunikationssystem ermöglichte es, dass jeder unmittelbar und in jeder Lage mit allen, aber vor allem mit dem Skipper, kommunizieren kann. Der Skipper ist die Drehscheibe und „finale Instanz“ für Anweisungen. Dabei bleiben die Hände frei und äußere Störungen werden herausgefiltert.

Allein diese Technik reichte aber nicht aus: Das Team wurde geschult wie man kommuniziert. Das Beherrschen der Technik war da nur ein Aspekt. Viel wichtiger waren die Verhaltensweise und eine allgemeine „hierarchielose“ Weitergabe von allen potentiell relevanten Informationen. Denn: Der Skipper hat das letzte Wort, aber das heißt nicht automatisch, dass er alles sieht und weiß.

Der entscheidende Vorsprung war ein Informationsvorsprung!

Nur wenn der Skipper in der Lage ist jederzeit, auch in höchsten Stress-Situationen und siegentscheidenden Momenten, mit dem korrekten Gesamtbild die richtigen Entscheidungen zu treffen, ist man den Konkurrenten eine entscheidende Nasenlänge voraus.

Hier galt es alte Vorstellungen beiseite zu schieben, bestehende Verantwortlichkeitsgrenzen aufzulösen und das Team wie zu einem einzigen Organismus zusammen zu schweißen.

Was können Sie daraus für die Digitalisierung Ihrer Produktionsplanung lernen?

  • Informationstransparenz ist die Basis. Hier lassen sich mit Digitalisierung und einem geeigneten Produktionsplanungstool Grenzen (Grenzen des ERP, MES oder durch manuelle Plantafeln) sprengen, die bisher als gegeben hingenommen wurden.
  • Ein kollaboratives und auf Fakten basiertes Zusammenarbeiten auf dieser Grundlage, ist die Basis sowohl im täglichen Arbeiten mit den volatilen Lieferanforderungen und Kundenanfragen, als auch für unternehmerisch höchst relevante Entscheidungen zu Investitionen und Kapazitätsanpassungen.
  • Dabei hilft auch die Digitalisierung mit schnellem Erstellen, Kalkulieren und Aufzeigen der Konsequenzen von alternativen Szenarien.

Fazit

Die reine Digitalisierung eines suboptimalen Prozesses erzeugt einen „suboptimalen digitalen Prozess“ und ist meist nicht sehr erfolgreich.

Deshalb empfehlen wir die ganzheitliche Betrachtung der Produktionsprozesse und der Auftrags-Feinplanung um alle Potentiale in der Produktionsplanung im Zuge der Digitalisierung zu heben.

Weiterführende Links

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/America%E2%80%99s_Cup
  2. www.alinghi.com
  3. https://www.sonova.com/de/team-alinghi-und-phonak-kommunikation-gewinnt
  4. https://www.5-sterne-redner.de/referenten/dominik-neidhart/

Können wir Sie bei der Digitalisierung Ihrer Produktionsplanung unterstützen?

Durch unsere Expertise aus diversen Digitalisierungsprojekten stehen wir Ihnen von der Beratung bis zur Implementierung und auch ab dem ersten Tag der Nutzung einer Produktionsplanungs-Software zur Seite.

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    Über den Autor

    Wolfgang Schütz startete 1995 als Meister in der Industriellen Produktion. Er hat die Lean-Produktion und Digitalisierungswelle „live“ in der Praxis miterlebt und kam über die fertigungsnahe IT und MES-Projektleitung nun im Bereich Consulting / Sales-Manager zu MCP.

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